
...in Wörth das größte Nutzfahrzeug-Werk der Welt steht?Dicke Reifen rollen hier, mächtige Motorengeräusche schallen durch die Hallen – innerhalb von nur drei Tagen entstehen in Wörth am Rhein aus Schrauben, Muttern und Motoren die besten Lastwagen der Welt. Etwa alle drei Minuten rollt ein fertiger Mercedes Benz-LKW von einem der drei Montagebänder, das sind 390 Fahrzeuge am Tag. Damit ist Wörth der weltweit größte Produktionsstandort von Lastwagen. Alle LKW, die einen Stern auf der Motorhaube tragen und mehr als 6,5 Tonnen wiegen, sie alle kommen aus Wörth. Und werden von der Pfalz aus weltweit ausgeliefert – in rund 150 Länder dieser Welt. Früher in den 1960er Jahren wurden hier nur die Fahrerhäuser montiert, doch heute sind es fünf verschiedene Fahrzeugtypen, die in Wörth produziert werden. Dazu gehört ein reibungsloser Ablauf: Stunde um Stunde liefern hunderte von LKW gewünschte Ware aus Europa, Nordamerika oder Südafrika an, die Sitze etwa werden direkt ans Band geliefert und gleich eingebaut. Da gibt es keine Wartezeit. Sei es beim Actros, dem „Truck of the year 2004“, und dem Axor, Atego, Econic oder gar dem Unimog. |
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...die älteste deutsche Universität am Neckar zu finden ist?
Die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg genießt schon seit dem Mittelalter Weltruf: Kurfürst und Pfalzgraf bei Rhein, Ruprecht I. eröffnete sie 1386 mit päpstlicher Genehmigung in seiner Residenzstadt. Damit wollte er seinem Territorium einen geistigen Mittelpunkt geben, Fremde anziehen und Kirchen- und Staatsdiener im eigenen Lande ausbilden. |
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...eine Torte aus Eberbach am Neckar schon eine Queen zum Naschen verführte?
Als Heinrich Strohauer 1962 mit den besten Konditoren an einem königlichen Festessen am schwedischen Hof teilnahm, präsentierte er zum Abschluss des Mahls eine Schoko-Orangen-Torte. In Erinnerung an Königin Victoria von England, deren Mutter, Victoria von Sachsen-Coburg-Gotha, von 1818 bis 1819 in Eberbach am Neckar wohnte, taufte er das süße Dessert spontan auf den Namen „Viktoria-von-Eberbach-Torte“. Der leckere Kuchen ist seither ein Verkaufshit und wird bis heute in alle Welt verschickt. |
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...Richard Löwenherz in der Pfalz im Kerker saß?
Prominentester „Gast“ der Burg Trifels bei Annweiler im Pfälzer Wald war wohl König Richard von England, besser bekannt als Richard Löwenherz. Auf seinem Rückweg von einem Kreuzzug in Wien von Herzog Leopold V. von Österreich gefangen genommen, wurde er schließlich in Speyer an Kaiser Heinrich IV. ausgeliefert, der ihn u. a. auf der Burg Trifels inhaftierte. 1194 kam Löwenherz gegen ein hohes Lösegeld wieder frei. |
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...SAP als Fünf-Mann-Unternehmen startete?Der ursprüngliche Sitz in Weinheim an der Bergstraße, das erste Büro in Mannheim, und der heutige Firmenhauptsitz in Walldorf: Der Aufstieg der SAP AG zu einem der weltweit größten unabhängigen Softwareanbieter ist eine Erfolgsgeschichte mitten aus der Metropolregion Rhein-Neckar. 1972 von Dietmar Hopp und Hasso Plattner, Dr. Claus Wellenreuther, Klaus E. Tschira und Hans-Werner Hector als SAP Systemanalyse und Programmentwicklung gegründet, gilt der Konzern heute als eines von Deutschlands Vorzeigeunternehmen. Rund 38.400 Mitarbeiter, neun internationale Entwicklungsstandorte, Niederlassungen in mehr als 50 Ländern und etwa 36.000 Kunden auf der ganzen Welt – aus einem kleinen, regionalen Fünf-Mann-Betrieb wurde innerhalb von 30 Jahren ein global erfolgreich agierendes Unternehmen. Wurden die ersten SAP-Programme noch in den Rechenzentren der Kunden – in Östringen, Mannheim oder Ludwigshafen – entwickelt, arbeiten heute IT-Experten aus und in aller Welt an den Produkten des Softwareanbieters. Diese umfassen von der Finanzbuchhaltung bis zum Einkauf, von der Rechnungsprüfung bis zur Lagerverwaltung vielerlei Systeme, Anwendungen und Produkte für die Datenverarbeitung. Im Geschäftsjahr 2006 wurde ein Umsatz von 9,4 Mrd. EUR erwirtschaftet, seit 1988 wird die SAP-Aktie an der Frankfurter Börse, seit 1998 auch an der New Yorker Börse gehandelt. |
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... in der Metropolregion Rhein-Neckar eine der ersten und größten frühindustriellen Anlagen der Römerzeit stand?
In Rheinzabern fertigten die Römer wie am Fließband Tafelgeschirr mit einem roten Glanztonüberzug (Terra Sigillata). Von der Südpfalz aus exportierten sie ihre Waren nach ganz Europa. Zunächst war Rheinzabern lediglich eine Art Raststätte an der römischen Fernstraße von Italien über Basel nach Mainz. Entscheidend für die Entwicklung zu einem der größten Keramikproduktionszentren des römischen Reiches waren die Rohstoffvorkommen (Ton, Wasser, Holz), die verkehrsgeographischen Lage, ein großer Absatzmarkt, eine gute Infrastruktur sowie fähige Handwerker vor Ort. Heute lassen sich die Überreste der Keramikproduktion im Terra Sigillata Museum bewundern. |
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